Bereits Ende des 18. Jahrhunderts wurde versucht, Tiere zu therapeutischen Zwecken einzusetzen. Erst Mitte des vorigen Jahrhunderts wurden praktische  Erfahrungen in USA, Australien und England wissenschaftlich untermauert. Im restlichen Europa begann man vor 20 Jahren mit der tiergestützten Therapie.

Es gibt vier verschiedene Formen der tiergestützten Interventionen:

  • Tiergestützte Aktivität
    Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens
  • Tiergestützte Therapie
    Stärkung der Lebensgestaltungskompetenz
  • Tiergestützte Förderung
    Erzielen allgemeiner Entwicklungsfortschritte
  • Tiergestützte Pädagogik
    Erzielen spezifischer Lernfortschritte

Hunde können folgende Rollen oder Funktionen bei einer Therapie übernehmen:
Sie dienen als:

Eisbrecher
Sie vermitteln den ersten Kontakt einander fremder Personen, ermöglichen Menschen,  sich zu öffnen und aus sich herauszugehen, sie bauen anfängliches Misstrauen und Unsicherheiten ab.

Sozialer Katalysator
Sie vermitteln neue Kontakte und fördern die Entwicklung bestehender sozialer Beziehungen. Der Hund sorgt für Gesprächsstoff und schafft die Möglichkeiten der unkomplizierten Kommunikation.

Kognitiver Katalysator
Sie regen zu geistiger Aktivität an. Sie erhöhen die Reaktionsbereitschaft und Aufmerksamkeit. Das Gedächtnis wird trainiert durch Erzählungen von früher. Bei Menschen jeden Alters, steigern sie die Motivation und Bereitschaft etwas Neues zu lernen.